Vattenfall Cyclassics Hamburg

23.08.2015

Vattenfall Cyclassics in Hamburg - Rennbericht von Jürgen Specht

Perfektes Rennradwetter im hohen Norden luden zu einer großartigen Rad-Veranstaltung in Hamburg ein. Die gemeldeten 20.000 Radfahrer machten sich schon Samstags auf den Straßen Hamburgs gut bemerkbar.

 

Ob auch ein Zwischenstopp auf der Reeperbahn drin war? Überall wurde fleissig die Strecke in der Stadt inspiziert und die Räder nach dem Transport gecheckt. Das Hotel voll mit Radlern aus dem Osten, Norwegen, Dänemark. Bei so vielen Startern ist trotz der guten Organisation die Wartezeit bei der Akkreditierung nicht zu vermeiden. Am Jungfernstieg an der Binnenalster war die Bikemesse mit allen namhaften Firmengrößen vertreten. Am Rathaus konnte man neben kostenlosem Laufradservice sich noch günstig mit Mäntel, Schläuchen, usw. eindecken. Als Newbie oder Ummelder wird man in HH automatisch dem letzten Startblock zugewiesen.

 

Startblock O war der größte Block und war schon 45 Minuten vor Start gut gefüllt, zumindest zum Ende des 1. Drittels kam ich vor. Allein, kein hcc-Fahrer bei der Vattenfall Cyclassics an der Seite, stand ich gespannt am Start. Mein Nebenmann mit Ruhepuls von 105 vorm Start konnte ich nicht beruhigen. Die hinteren Blöcke (ab L) starteten mit 10 min Abstand. Um 9:30 Uhr wurde das Visier am neuen Casco runtergeklappt und los gings - 1 Stunde nachdem die Blöcke A u. B. gestartet waren.

 

Das hieß erstmal in dem Block nach vorne kommen und schnelle Fahrer finden. Doch es war schwer ein schnelles Rad zu finden, die ersten 10 km die meiste Zeit alleine gefahren um dann endlich eine Gruppe von 4 Mann mit Tempo zu finden. Mit gut über 40 km/h habe ich, bis dahin, schon leicht überpowert, aber das erste Mal im haberich cycling crew Trikot unter eigenem Namen motivierte und machte schnell. Die erste Überquerung der Köhlbrandbrücke ging locker, wir waren danach aber erstmal nur zu zweit, dann kam ein weiterer Fahrer hinzu und bis km 50 konnten wir das Feld mächtig aufrollen. Die ganze Strecke voll mit Fahrern, nur überholen, von hinten kam nix. Aus dem Startblock O war schon lange keiner mehr zu finden, vermutlich waren alle hinten. Wir sind aufgefahren bis K. Eine leichte Schwäche von mir und die 2 Gefährten musste ich erstmal ziehen lassen. Gel, Riegel, Trinken haben geholfen.

 

Eine von der Verpflegungsstelle ausgeruhte Gruppe mit 6 Mann fuhr dann auf. Ich dran. Es wurde richtig am Holm gezogen. Kreisel. Das Tempo 42-44 km/h hinten ging ganz gut. Das zweite mal die Köhlbrandbrücke hoch, konnte ich die Truppe nicht hochziehen, musste sie abhängen, die 2 Mitfahrer vom Anfang fand ich wieder , sie standen förmlich am Berg, wie so viele andere. Das tat gut. Dann noch Gegenwind. Nur noch 2 aus der Gruppe kamen nach der Abfahrt wieder dran. Zurück in die Stadt mit Adrenalin im Blut, den vielen Zuschauern, gings zum Endspurt. Es hat riesig Spass gemacht. Platz 204 in der AK, Schnitt 39,08. Zugegeben mit wenig Bergen, dennoch aus der Startgruppe heraus mit vielen km im Wind.


Ich war voll zufrieden und glücklich, ohne Sturz im Ziel. Schade dass die Vattenfall Cyclassics nicht zum GCC zählt, trotzdem 2016 hab ich ein Startplatz ganz weit vorne, auch wenn der Weg weit und lang ist, die Veranstaltung hat mich geflasht.